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Conjoint-Analyse — Kundenpräferenzen verstehen und quantifizieren

Welche Produktmerkmale zählen wirklich?

Was ist Ihren Kunden wichtiger — Preis, Marke oder Funktionsumfang? Die Conjoint-Analyse beantwortet diese Frage datenbasiert. Wir messen, welche Merkmale Kaufentscheidungen treiben, und simulieren Marktszenarien, bevor Sie investieren.

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Was ist eine Conjoint-Analyse — und wann brauchen Sie sie?

Die Conjoint-Analyse (auch Verbundanalyse oder Trade-off-Analyse) ist eine der leistungsfähigsten Methoden der quantitativen Marktforschung. Sie misst, wie Kunden Produktmerkmale gegeneinander abwägen — und welche Kombinationen aus Preis, Leistung und Ausstattung den höchsten Nutzen stiften.

Das Besondere: Befragte bewerten nicht einzelne Merkmale isoliert (dann wäre alles wichtig und nichts teuer genug). Stattdessen wählen sie zwischen realistischen Produktkonfigurationen — genau wie im echten Kaufprozess. Daraus berechnen wir die Teilnutzenwerte jedes Merkmals.

Mit diesen Daten können Sie Preisbereitschaften berechnen, optimale Produktkonfigurationen identifizieren und Marktanteile verschiedener Szenarien simulieren — bevor ein Produkt auf den Markt kommt.

Als Full-Service-Institut übernehmen wir den gesamten Prozess: von der Attributdefinition über das experimentelle Design und die Feldphase bis zur Auswertung mit Hierarchical-Bayes-Schätzung und interaktivem Marktsimulator.

Conjoint-Analyse — Kundenpräferenzen und Produktkonfiguration in der Marktforschung

Conjoint-Methoden im Überblick

Je nach Fragestellung setzen wir die passende Variante der Conjoint-Analyse ein.

Choice-Based Conjoint (CBC)

Die am häufigsten eingesetzte Methode. Befragte wählen wiederholt zwischen 3–5 Produktkonfigurationen. Bildet reale Kaufentscheidungen am besten ab und liefert Daten für Marktsimulationen und Preisoptimierung.

Adaptive Conjoint (ACBC)

Passt sich im Interview an die Präferenzen des Befragten an. Ideal bei vielen Attributen (8+), weil unwichtige Merkmale automatisch ausgeblendet werden. Höhere Präzision bei komplexen Produktkategorien.

MaxDiff / Best-Worst Scaling

Befragte wählen das wichtigste und unwichtigste Merkmal aus einer Liste. Erzeugt eine klare Rangfolge ohne Skalenverzerrungen. Perfekt für Feature-Priorisierung und Nutzenkommunikation.

Menu-Based Conjoint

Befragte stellen ihr Wunschprodukt aus einem Menü zusammen und entscheiden bei jedem Merkmal: dazubuchen oder nicht? Ideal für konfigurierbare Produkte, Tarife und Baukastensysteme.

So läuft Ihre Conjoint-Analyse ab

Vier Phasen — von der Attributdefinition bis zum Marktsimulator.

1

Attribut-Workshop & Design

Gemeinsam definieren wir die relevanten Merkmale (Attribute) und ihre Ausprägungen (Levels). Wir erstellen das experimentelle Design — optimiert für statistische Effizienz und realistische Auswahlszenarien.

2

Programmierung & Feldphase

Wir programmieren die Befragung mit professioneller Conjoint-Software, führen einen Pretest durch und steuern die Feldphase. Rekrutierung aus unserer Fresh-Recruits-Datenbank oder Ihren Kundenlisten.

3

HB-Schätzung & Analyse

Auswertung mit Hierarchical-Bayes-Schätzung — dem Goldstandard für individuelle Teilnutzenwerte. Wir berechnen relative Wichtigkeiten, Preissensitivitäten und segmentspezifische Präferenzen.

4

Marktsimulation & Reporting

Sie erhalten einen interaktiven Marktsimulator: Produktkonfigurationen ändern, Preise variieren, Marktanteile in Echtzeit sehen. Dazu ein Management-Summary mit klaren Handlungsempfehlungen.

Typische Anwendungsbereiche

Conjoint-Analysen kommen überall dort zum Einsatz, wo Kunden zwischen Produktmerkmalen abwägen: Welcher Preis ist akzeptabel? Welche Features sind unverzichtbar? Welche Konfiguration maximiert den wahrgenommenen Nutzen?

Branchenübergreifend setzen Unternehmen auf Conjoint-Analysen bei der Neuproduktentwicklung, Preisgestaltung, Tarifoptimierung und Kommunikationsplanung. Von Automotive über Telekommunikation bis FMCG — die Methodik funktioniert in jedem Markt.

Besonders wertvoll ist die Conjoint-Analyse, wenn Sie investitionsrelevante Entscheidungen absichern möchten: neue Produktlinien, Preisanpassungen oder Portfolio-Strategien.

Ihre Vorteile mit Eleono

  • Realistische Trade-off-Entscheidungen statt Wunschlisten
  • Individuelle Teilnutzenwerte durch HB-Schätzung
  • Interaktiver Marktsimulator für Ihre Szenarien
  • Preisbereitschaft und Zahlungsbereitschaft quantifiziert
  • Segmentspezifische Auswertung und Zielgruppenprofile
  • Full-Service: vom Workshop bis zur Präsentation
CBC

Choice-Based Conjoint

Die am häufigsten eingesetzte Methode — bildet reale Kaufentscheidungen am besten ab.

HB

Hierarchical Bayes

Individuelle Nutzenwerte auf Respondenten-Ebene — der Goldstandard der Conjoint-Auswertung.

Simulator

Marktsimulation

Interaktiv Szenarien durchspielen: Produkte konfigurieren, Preise variieren, Marktanteile sehen.

Häufige Fragen zur Conjoint-Analyse

Was kostet eine Conjoint-Analyse?

Die Kosten hängen von der Komplexität ab: Anzahl der Attribute, Stichprobengröße und Auswertungstiefe. Eine Standard-CBC-Studie mit 300–500 Befragten liegt typischerweise im mittleren fünfstelligen Bereich. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.

Wie viele Befragte brauche ich für eine Conjoint-Analyse?

Für eine CBC-Studie empfehlen wir mindestens 200–300 Befragte. Bei segmentspezifischen Auswertungen (z.B. nach Altersgruppe oder Region) sollten Sie mit 400–500+ planen, damit jedes Segment ausreichend besetzt ist. Die Stichprobengröße berechnen wir im Vorfeld exakt.

Wie viele Attribute und Levels kann eine Conjoint-Analyse umfassen?

Eine typische CBC-Studie arbeitet mit 5–8 Attributen und jeweils 3–5 Levels. Bei mehr Attributen empfehlen wir Adaptive Conjoint (ACBC), die bis zu 12+ Attribute effizient verarbeitet. Wir beraten Sie zur optimalen Konfiguration.

Was ist der Unterschied zwischen Conjoint-Analyse und einer normalen Befragung?

In einer klassischen Befragung bewerten Teilnehmer Merkmale einzeln — dabei wird alles als wichtig und nichts als zu teuer bewertet. Die Conjoint-Analyse erzwingt Trade-offs: Befragte müssen sich zwischen Produktkonfigurationen entscheiden, genau wie im echten Kaufprozess. Das liefert deutlich realistischere Ergebnisse.

Was ist Hierarchical Bayes (HB) und warum ist das wichtig?

HB ist das statistische Verfahren, mit dem wir individuelle Teilnutzenwerte für jeden Befragten schätzen. Im Gegensatz zu aggregierten Methoden (z.B. Logit) erkennt HB individuelle Präferenzmuster und ermöglicht segmentspezifische Analysen. Es ist der Goldstandard in der Conjoint-Forschung.

Was kann ich mit einem Marktsimulator machen?

Der Marktsimulator ist ein interaktives Tool, mit dem Sie Produktszenarien durchspielen: Ändern Sie Merkmale oder Preise und sehen Sie in Echtzeit, wie sich die prognostizierten Marktanteile verschieben. So können Sie Entscheidungen datenbasiert absichern — auch Monate nach der Studie.

Wie lange dauert eine Conjoint-Studie von Anfang bis Ende?

Rechnen Sie mit 6–10 Wochen: 1–2 Wochen für Workshop und Design, 1 Woche Programmierung und Pretest, 2–3 Wochen Feldphase, 2–3 Wochen Auswertung und Reporting. Bei Eilprojekten können wir den Zeitplan verkürzen.

Eignet sich die Conjoint-Analyse auch für B2B-Märkte?

Ja, sogar besonders gut. Im B2B treffen Entscheider oft komplexe Trade-off-Entscheidungen zwischen Preis, Service-Level, Vertragslaufzeit und technischen Spezifikationen. Die Conjoint-Analyse bildet genau diese Entscheidungslogik ab. Unsere B2B-Rekrutierung stellt sicher, dass die richtigen Entscheider befragt werden.

Bereit, die Präferenzen Ihrer Kunden zu entschlüsseln?

Sprechen Sie mit uns über Ihre Conjoint-Analyse. Wir zeigen Ihnen, welche Methode zu Ihrer Fragestellung passt — und was die Ergebnisse für Ihr Geschäft bedeuten.

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